Aus dem Leben eines Einsatzhundes

Aus dem Leben eines Einsatzhundes

Erster Einsatz für Mighty Mouse

Der erste Einsatz für Mighty Mouse im Jahre 2011 war etwas Besonderes. Ziemlich zeitnah wurden wir alarmiert, da es sich um eine verletzte Person handelte. Laut Zeugenaussagen wurde lautes Geschrei gehört und später eine große Blutlache gefunden. Es gab keine Personenbeschreibung. Für uns war es der erste Ansatz ohne Geruchträger aus einer Tüte. Ich zweifelte etwas, aber Mighty untersuchte das Blut und nahm die Verfolgung auf. Es war ein sehr schneller und zielstrebiger Trail, der uns zu einem Parkplatz führte. Hier verlor sich der Trail, aber die Person konnte im nächsten Krankenhaus aufgegriffen werden.

Verfolgungsjagd im Kreis Düren

Angefordert wurde ein Mantrailer von der Polizei Düren zum Aufspüren eines geistig verwirrten Mannes. Da dieser Mann zu Gewaltätigkeit neigte, wurden Hundeführer der Diensthundestaffel uns zur Seite gestellt. Angesetzt am letzten Kontaktpunkt mit der gesuchten Person, nahm Mighty die Spur auf und es wurde eine rasante Jagd. Die Person befand sich in dem kleinen Dorf und spielte mit uns verstecken. Immer wieder kreuzten wir neue Spuren, sahen den Verfolgten sogar in einiger Entfernung zwischen den Häusern herhuschen. Nach einer Stunde gaben wir auf ohne die Person „stellen“ zu können. Der Hinweis durch uns, dass diese Person sich immer noch in der Nähe  befand, führte dennoch zu einer Verwahrung des Mannes.

Der Mitternachtsfund

23.35 Uhr nahm Mighty die Spur einer dementen Person auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten folgte sie einem Trail in eine Kleingartenanlage. Zögern an einer dichtgewachsenen Hecke – ich dachte nur „Katze! Mist!“ Plötzlich verschwand Mighty im dichten Unterholz, mir schlugen Zweige ins Gesicht, der Zug wurde stärker und ich geriet ins stolpern – die Person lag unterkühlt und nicht ansprechbar vor uns. Um Punkt 23.59 uhr wurde der Funkspruch an die Leitstelle über den Fund gegeben.

Mitten im Wald

Morgens um 8.00 Uhr wurden wir in ein kleines Bergdorf in der Eifel gerufen. Vermisst wurde ein geistig behinderter 28jähriger. Ich setzte Mighty an der letzten gesichteten Stelle an. Dies war ein Waldweg mit dem Hinweis, dass diese Person am Abend vorher in Richtung des Waldes lief. Es sei aber Vorsicht geboten, da man ihn nicht einschätzen konnte. Ich setzte Mighty an und sie startet sehr zügig in den Wald und blieb nach ca. 75 m plötzlich stehen. Da lag der Vermisste und schlief. Auf Ansprache der begleitenden Beamten, nahm der junge Mann einen Knüppel und schlug um sich. Mighty und ich – glücklich über den Fund – zogen es vor sehr schnell Abstand zu gewinnen.

Bitteres Ende

Verdacht eines Suizides – Mighty wurde als „Überprüfer“ eines Verdachtes eingesetzt. Der Verdacht des Suizides wurde leider bestätigt. Der Trail führte auf eine Brücke über den Rhein und endete an der von Zeugen angegebenen Stelle. Ich wusste es nicht, da bei unserer Anforderung noch von einer lebenden Person ausgegangen wurde. Trauriges Ende …

 

 

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