Spürhunde NRW PET

Was tun wenn der Hund entlaufen ist??

Die wichtigste Regel überhaupt ist :

RUHE BEWAHREN – KEINE PANIK

Ist der Hund zu Hause entlaufen oder im nahen Umfeld?

Bleiben Sie am Ort des Verschwindens, die meisten Hunde kehren in den ersten 24 Stunden wieder dorthin zurück. Lassen Sie, wenn möglich, Türen und Tore geöffnet.
Stellen Sie den Schlafplatz raus oder legen seine Decke oder ähnliches an einen geschützten Platz draußen. Auch ein Kleidungsstück der Bezugsperson kann dort platziert werden um gewohnte Gerüche zu haben.
Stellen Sie Wasser und wenn möglich auch etwas Futter zur Verfügung.

Ist der Hund an einem fremden Ort entlaufen?

Auch hier gilt: bleiben Sie so lang es geht am Entlaufpunkt. Sollte sich dieser z.B mitten im Wald befinden, gehen sie RUHIG zurück zu ihrem Auto und warten dort mit geöffneten Türen oder Fenstern. NICHT HINTERHER LAUFEN, RUFEN, PFEIFFEN oder Hysterie verbreiten.
Sie sollten auch hier eine Futterstelle einrichten. Sollte es nicht möglich sein, dass Sie vor Ort bleiben können, dann sollte die Futterstelle mit einer Wildkamera überwacht werden oder Sand um die Stelle gestreut werden. So können Sie und Ihre Helfer erkennen, ob sich Ihr Ausreisser daran bedient hat.

Flyer in der Umgebung aufhängen

Am einfachsten ist die Nutzung von vorgefertigten Flyern der Suchdienste, zB
Tasso oder Findefix. Diese können dort direkt bei Verlust angefordert werden und beinhalten alle Notwendigen Informationen wie:
WANN entlaufen, WO entlaufen, BILD des Hundes. Hier ist allerdings wichtig, dass Sie Ihren Hund bei diesen Diensten registriert haben:

https://www.tasso.net
https://www.findefix.com

Sie können hier Ihren Liebling kostenlos registrieren. Auf den Seiten können Sie Ihren Liebling genau beschreiben, Besonderheiten oder Krankheiten hinterlassen, die ihn unverwechselbar machen. Dies in Ruhe zu erstellen, ist wesentlich. Denn ist der Liebling erst verschwunden, kann man schnell etwas vergessen.

Wichtig ist auch eine 24 Stunden erreichbare Telefonnummer anzugeben!

Unbedingt im Flyer sollte der Hinweis erscheinen: NICHT JAGEN und JEDE Sichtung mit Zeit und Laufrichtung DIREKT an die angegebene Telefonnummer weiterzugeben.
So schwer es fällt, aber KEINE Sichtung ÖFFENTLICH machen auf Facebook oder ähnlichem. Eine Suchanzeige, am besten mit dem Flyer der Suchdienste, hingegen kann sehr hilfreich sein, allerdings sollten Sie hier die Möglichkeit nutzen, die Kommentarfunktion auszuschalten und um sofortigen telefonischen Kontakt bitten.

Behörden, Ämter, Tierheime informieren!

Rufen Sie Tierheime, Polizei, Feuerwehr, Bauhof, Tierärzte und Ordnungsamt an. Hinterlassen Sie dort eine erreichbare Telefonnummer, falls Ihr Liebling irgendwo aufgegriffen wird.

Wenn sie dem Hund begegnen

-> NICHT drauf zulaufen
-> NICHT rufen oder schreien
-> KEINE Befehle

RUHE BEWAHREN!!! Adrenalin runterfahren.
Beobachten Sie den Hund. Zeigen Sie möglichst erstmal kein besonderes Interesse, damit Sie den Hund einschätzen können. Wenn es möglich ist, dann rufen Sie die Telefonnummer an. Sprechen Sie normal und möglichst entspannt.
Gehen Sie aber nicht frontal auf den Hund zu, stattdessen gehen Sie langsam in die Hocke, seitlich, möglichst keinen Augenkontakt.
Sprechen Sie leise, lassen den Hund zu sich kommen, egal wie lang es dauert.
Riskieren Sie nicht ihn zu vertreiben.
Sollte der Hund zu misstrauisch sein und gehen, dann brechen Sie den Versuch ab, machen möglichst ein Foto und beobachten ihn (Laufrichtung, Anzeichen von Verletzungen, Verhalten usw.) Nicht hinterher laufen!!!! Und möglichst direkt melden – entweder bei Tasso oder Findefix, die sind immer erreichbar und die angegebene Telefonnummer.

Weitere Hilfe erhalten Sie, auch telefonisch, von #KirstinHeld, Hundeführer im Bereich Haustiersuche. Hier werden Sie umfassend beraten über die Suche und Sicherung Ihres vermissten Lieblings.

Notfall Nummer: Kirstin Held 0176 709 44 396